Wie Sport unsere Gesundheit verbessert

Wer Sport treibt lebt besser – Aber warum? Was genau bewirkt Sport in uns erfahren Sie in diesem Beitrag. Sport und Bewegung wird vielen positiven Eigenschaften zugeschrieben, die unsere Gesundheit fördern und so auch unser Wohlbefinden beeinflussen. Dabei wird zwischen körperlichen und mentalen Auswirkungen unterschieden: Unter „körperlichen Auswirkungen“ versteht man im Allgemeinen alle positiven Effekte, die an der Muskulatur, den Organen oder dem Kreislauf ansetzen, „mentale Auswirkungen“ hingegen wirken auf das Gehirn und die Psyche.

Körperliche Auswirkungen

Energieverbrauch

Auf die Belastung reagiert der Körper mit einer stärkeren Ausbildung der Muskelmasse. Zum einen erhöht sich dabei die absolute Menge an Muskeln, zum anderen die Relative, d.h. die Relation zwischen Fettgewebe und Muskeln verändert sich. Je mehr Muskeln der Körper mit Energie zu versorgen hat, desto mehr Energie benötigt er. In Folge dessen steigt der Grundumsatz deutlich an und auch der Stoffwechsel wird beschleunigt.

Herzkreislaufsystem

Mit Vergrößerung der Muskulatur geht auch ein Wachstum des Herzmuskels sowie der Herzkranzgefäße einher. Dies resultiert in einer niedrigeren Herzfrequenz, da sich das Schlagvolumen vergrößert. Gleichzeitig wird die Versorgung der Organe und Muskeln mit Sauerstoff verbessert, der Blutdruck gesenkt und das Herzkreislaufsystem vor Erkrankungen oder Schlaganfällen geschützt.

Immunsystem

Das Immunsystem wird gestärkt und macht den Körper robuster gegen Infektionen. Des Weiteren verringert Sport die Bildung von Tumoren und Krebszellen und leistet so einen aktiven Beitrag zur Krebsvorbeugung.

Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten

Im Laufe der Zeit lernt der Körper aus den zur Verfügung stehenden Ressourcen effizienter Energie zu gewinnen. So kann er beispielsweise die im Vergleich langsamere Fettverbrennung effektiver nutzen und auch die in Form von Kohlenhydraten bereitgestellten Kohlenhydrate werden besser verwertet. Darüber hinaus wird der Blutzuckerspiegel gesenkt und die Insulinresistenz verbessert.

Muskel-Skelett-System

Wie oben bereits erwähnt vergrößert sich der Muskelquerschnitt der einzelnen Muskeln. Damit geht eine gestiegene Anzahl an Mitochondrien einher. Diese werden oft auch als „Kraftwerke der Zellen“ bezeichnet und sind für die Energiebereitstellung, in Form der ATP-Synthese, innerhalb der Muskulatur zuständig. Doch nicht nur die Energiebereitstellung weist eine deutliche Verbesserung auf; der Anstieg des Myoglobingehalts sorgt für eine bessere Sauerstoffversorgung der Muskulatur und macht diese so leistungsfähiger.

Bewegungsapparat

Eine gut ausgebildete Muskulatur garantiert den bestmöglichen Schutz der Knochen, da sie große Teile der Belastung abfängt und die Knochen entlastet. Auf eine Stärkung der Muskulatur folgt ebenfalls eine Kräftigung der Sehnen und Bänder, die die Gelenke vor Verletzungen bewahren.

Mentale Auswirkungen

Parameter geistiger Leistungsfähigkeit verzeichnen einen großen Zuwachs. So steigt beispielsweise die Konzentrationsfähigkeit stark an und auch Denkvorgänge fallen erheblich leichter. Darüber hinaus verbessert Sport die Merkfähigkeit und den Scharfsinn und sorgt dafür, dass diese auch bis ins hohe Alter erhalten bleiben.

Regelmäßige Bewegung baut Stress ab und beugt Ängsten, Stress und Depressionen vor. Damit ist Sport eine gute Präventivmaßnahme für Burnout. Neben größerer Gelassenheit und Ausgeglichenheit steigert sie das Selbstbewusstsein und führt so zu einem selbstsichereren Auftreten.

Des Weiteren regt Sport die Ausschüttung von Glückshormonen, so genannten Endorphinen, an. So kann ein regelrecht euphorisierter Zustand erreicht werden, der zu völliger seelischer Entspanntheit führt. Außerdem wird die Bildung des primären männlichen Sexualhormons Testosteron erhöht, das für die Bildung von Muskelmasse sowie den Erhalt der Libido zuständig ist.

Bildquelle: depostitphotos/Corepics