Rehasport als Baustein des betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM)

Das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) ist eine präventive Aufgabe des Arbeitgebers.

Das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) beinhaltet „Maßnahmen des Betriebes, Arbeitsunfähigkeit zu überwinden oder erneuter Arbeitsunfähigkeit vorzubeugen und Arbeitsplätze zu erhalten, wenn Beschäftigte innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig waren, mit Zustimmung der betroffenen Person und unter Beteiligung der zuständigen Interessentenvertretungen ggf. des Betriebsarztes (DIN SEPC 9020, S. 7).

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Seit 2004 sind die Arbeitgeber verpflichtet länger erkrankten Beschäftigten BEM anzubieten. Gesetzlich verankert ist das BEM in § 84 Absatz 2 SGB IX. Dort ist festgelegt, dass ein Arbeitgeber allen Beschäftigten, die innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig sind, ein BEM anzubieten hat.

Das bedeutet, dass der Arbeitgeber klären muss, „wie die Arbeitsunfähigkeit möglichst überwunden werden und mit welchen Leistungen oder Hilfen erneuter Arbeitsunfähigkeit vorgebeugt und der Arbeitsplatz erhalten werden kann.“

Betriebliches Eingliederungsmanagement ist also ein Instrument zur Wiedereingliederung langfristig erkrankter Beschäftigter. Ziel des Eingliederungsmanagements ist es, die Beschäftigten mit geeigneter Unterstützung im Betrieb zu halten und Entlassungen wegen Erkrankung oder Behinderung zu vermeiden.

Für ein erfolgreiches Betriebliches Eingliederungsmanagement empfiehlt es sich möglichst alle betroffenen Beteiligten in das Verfahren einzubinden. Auch externe Unterstützung kann die Eingliederung von Beschäftigten unterstützen.

Hier bestehen aus unserer Sicht gute Ansätze für Rehasport-Anbieter, im Rahmen von BEM-Maßnahmen effektive Kooperationen mit Betrieben zu schließen. BEM ist für alle Betriebe eine herausfordernde Managementaufgabe, die gesetzeskonform ist und umgesetzt werden soll. Neben Maßnahmen am Arbeitsplatz, Arbeitsschutz- und Ergonomie-Maßnahmen ist hier auch der Rehasport eine geeignete Maßnahme, um den BEM-Prozess erfolgreich zu gestalten und zu beenden.

Im Gesundheitsnetzwerk mit den Akteuren: Betrieb, Mitarbeiter, regionale Ärzte und dem Rehasport-Anbieter, kann das Angebot optimal abgestimmt und gestaltet werden.

Durch effektive Kommunikation und Aufgabenverteilung innerhalb des Gesundheitsnetzwerkes kann der Rehasport nachhaltig und abgestimmt mit den Bedürfnissen der Betriebe angeboten und umgesetzt werden.

Rehasport wird somit ein wichtiger Baustein, um BEM erfolgreich im Betrieb umzusetzen.

Für den Rehasport-Anbieter ergeben sich hier gute Ansätze, das eigene Rehasport-Angebot zu optimieren und zu erweitern. Darüber hinaus bietet Rehasport in Verbindung mit BEM sehr gute Chancen, um sich in den Betrieben als verlässlicher Partner für BGM und BGF zu präsentieren und zu empfehlen.